Norwegen im Juni 2016

dritte Woche

Es ist der vorletzte Abend und der letzte Freitag in Norwegens einzigartiger Natur.

Wir sitzen mit Schnute auf einem Campingplatz in Dalen und warten auf Biber und Elch.

Ich hab ewig nicht am Blog geschrieben, in der Hoffnung, die Zeit bliebe stehen. Aber nichts….die Fähre geht am Sonntag früh. Unwiederruflich…meine Arbeit hat sich schon per Handy gemeldet….

Aber zurück zur Trollkirke.
Wir betreten den fahrzeugbreiten geschotterten Weg am Samstag in Richtung Höhle. Und wissen genau, so komfortabel wirds nicht bleiben. Kaum 400m später schrumpft der Weg in der Breite und schlängelt sich bergan. Auch hier ist der Weg das Ziel. Wenn wir auch diesem Pfad nie den Namen Weg gegeben hätten. Er wird schmal und schmaler.

Auf halber Höhe treffen wir ein belgisches Paar. Sie wollen wissen, ob es noch weit ist….ca. 820m. Und das bergauf. Steil bergauf.
Teilweise finden sich Seile um den Anstieg über die Felsen zu erleichtern.
Die beiden Belgier ziehen an uns auf unserem kleinen Rastplatz, den wir aufgrund von Durst und Hunger aufsuchten, einfach vorbei.

Als wir am Höhleneingang eintreffen, ist der weibliche Teil des belgischen Paares in einem Gebüsch verschwunden. Sie suche nach dem Cache, erfahren wir. Lassen wir sie suchen und erforschen erstmal die Trollkirke. Also setzen wir unsere Stirnlampen auf und über den glitschigen Marmor schlittern wir ins Innere. Drinnen hangeln wir uns am Höhlenbach entlang. Nach der Dunkelheit wirds langsam heller und lauter. Was wir sehen verschlägt uns die Sprache.

Der Bach fällt durch ein Loch in der Höhlendecke in ein Becken aus Marmor. Ein 14m hoher Wasserfall….

Das Licht ist unbeschreiblich. Leider geben unsere Fotos das nur zum Teil wieder.

Dort wo diese Höhle endet, beginnt die zweite Grotte mit einer Leiter.

Als wir wieder im hellen Tageslicht ankommen, machen wir uns auf die Suche nach dem Cache. Nach einigen hin und her, wird der „Troll“ geborgen und geloggt.

Und wir treffen…das belgische Paar. Achwas…sie hat den Cache nicht gefunden. Wir geben Hinweise. Hinterm großen Stein….unter dem zweiten Stein.

Wir erklimmen den Eingang der zweiten Grotte und steigen in die Tiefe ab. Nach wenigen Metern erreichen wir den Höhepunkt. Und sind abermals von dem unbeschreiblichen Licht und der Stimmung auch in dieser Marmorgrotte beeindruckt.

Unsere Fotos….

…wir treffen auf dem Weg nach unten in der Höhe des Caches….ja klar unser belgisches Paar. Irgendwo in den Büschen raschelt es. Sie sucht.
Wir gehen diesmal mit bis zur Dose. Sie freut sich und bedankt sich mehrfach. Ihr treu wartender Ehemann zeigt sich erleichtert.

S geht wieder abwärts.
Auf schmalen Pfaden, an Seilen, die ihre besten Jahre hinter sich haben. Immer tiefer zurück ins Tal.
Auch unser Paar treffen wir nochmal. Keine Ahnung wie sie es schafften uns einzuholen. Sie wirkten so hilflos. Aber bergab sind sie fast unschlagbar. Er stürzt fast, als er am Seil in die Tiefe klettert.
Ob wir im besten Rentenalter auch so putzig auf Jüngere wirken?

Nach einer Zwischenübernachtung, sollen die Trollstiegen unser nächstes Ziel sein.
Die Serpentinen hinauf fährt uns unser Schnute völlig surverän. Sehr gut das zu dieser frühen Stunde die Straße noch fast leer ist. Kein voll gestopfter Kreuzfahrerbus zu sehen.

Nach einem kurzen Stop mit Sourvenirgeschäftl Besichtigung nebst kleineren Einkäufen und den obligatorischen Fotos gehts weiter nach Geiranger.
Diesmal machen wir die Fjordtour mit der MS Geiranger. Gebucht hab ich sie schon übers Internet.

Wir checken rechtzeitig auf dem Campingplatz direkt am Fjord ein. Und stehen über pünktlich am Kai und warten auf die Abfahrt zu unserer Fjordtour.

Das Wetter meint es nicht so gut. Regen… Fast während der ganzen Fahrt regnet es.

Wir machen trotzdem Fotos.

Die sieben Schwestern….sieben Wasserfälle deren Höhster auf 240m Höhe kommt.

Gegenüber der Freier….er machte einer nach der anderen Schwester einen Heiratsantrag. Und wurde abgewiesen. Dann gab er sich dem Alkohol hin….erkennbar an der dunklen Flaschenform im unteren Bereich.

Wir bleiben weitere 3 Tage hier…lassen die Beine baumeln und geniessen die wenige Sonne.
Die Kreuzfahrtschiffe geben sich hier die Klinke in die Hand….wenn es denn eine Tür geben würde.

Nach einer Zwischenübernachtung auf einem nicht nennenswerten Rastplatzl, 

fahren wir auf unseren letzten Campingplatz in Norwegen. Er wirbt mit der garantierten Beobachtbarkeit von Elchen und Bibern.

Die Elche gibt es 7 km bergauf mit großer Wanderung zu sehen. Das wird wohl nix mehr. Die Biberburg hab ich schnell gesichtet. Leider traut sich keiner der niedlichen Nager heraus. Auch auf unserem Spätspaziergang ohne Maggie werden wir nicht fündig. Steht doch solch dummer Angler genau vor der Burg. Da traut sich kein brauner Nager vor die Tür. Schade….Mückenstiche und den Regen umsonst ertragen.

Ab ins Bettchen…..morgen gehts nach Kristiansand. 

Über ne unschlagbar gute App zum Auffinden von Stellplätzen, hab ich uns den allerletzten Schlafplatz schon vorher raus gesucht. Den hätten wir hier nie gefunden und auch nicht gesucht. Feine Lage mit Blick auf’s Wasser, auf einer Halbinsel mit alten und weniger alten Ruinen. 

Wir gehen eine Runde durch die Stadt. Hier findet an diesem Wochenende das größte Musikfestival Skandinaviens statt. In der netten Hafenstadt tobt das Leben. 

Am frühen Abend lauschen wir der Musik die auch an unserem Schlafplatzl gut zu hören ist. 

Eine kleine Cacherunde mit Maggie führt uns über die Halbinsel. Sehr spannende und schöne Ecken finden wir. 

Zeitig müssen wir heute ins Bett. Unsere Fähre,  die Fjordcat, legt um 6:45 pünktlich ab.
Und das tut sie auch. Dank unseres tollen Stellplatzes, müssen wir nicht so früh raus. Keine 15 min brauchen wir zum Anleger. Der Katamaran liegt schon bereit und es geht sofort an Bord.

Bye Bey Norge….

s war aufregend,  

s war schön, 

s war wunderschön, auch wenn das Wetter wechselhaft war…..wir kommen wieder. Unsere Reisepläne für nächstes Jahr stehen fest. 

Hey Norge 🙂

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