Norwegen im Juni 2016

zweite Woche

Unser erster Regentag. Wir haben einen netten Rastplatz abseits der E06 gefunden. Während wir frühstücken hört der Regen auf. Und wir fahren weiter gen Norden.

Die letzte große Stadt vor dem Polarkreis ist Mo i Rana. Wir fahren durch, fahren bergauf und bergab und wieder bergauf.
Erreichen das Nordland.

…finden einen Rastplatz mit schöner Aussicht. Mittagszeit.

Den Polarkreis erreichen wir gegen 18.00 Uhr.

Keine Bäume mehr. 

Sie haben hier keine Chance. Innerhalb von den drei Monaten, in welchen hier Sommer ist, schaffen sie es nicht groß genug zu werden.
…nur flache Sträucher, die sich als Weiden entpuppen. Sie blühen gerade. Tun sie das bei uns nicht im März?

Wir machen die obligatorischen Fotos.

Und setzen einen Feuerstein aus. Hier gibts so viele Steinmännchen,  den Kult machen wir mit. Unseren Stein fanden wir auf Rügen und haben ihn mit unseren Namen signiert.

Wir besuchen noch das Sourvenirgeschäftl und befreien einen pulloverlosen Elch aus dem Regal. Er soll uns ja mit in den Süden begleiten und wir wollen vermeiden, das er dann schwitzen muss.
Er bekommt den Namen Elg ( norw. für Elch).

Als wir weiter wollen, kommen wir nur bis zum übernächsten Tunnel. Er ist bis 23 Uhr gesperrt. Eine Umleitung gibts nicht. Keine weitere Straße vorhanden.
Wir wenden und übernachten auf einem netten Rastplatz in der Nähe der E06.

Auf der E06 gehts auch am nächsten Tag weiter. Auf ca. 47 km treffen wir 12 Tunnel. Oder warens 13?

Die letzte Fähre vorm Nordkapp ist leider schon voll, als wir eintreffen. Warten wir eben auf die Nächste. Dafür ist Zeit für ein Käffchen und wir stehen nun ganz vorn.

Unsere nächste große Stadt ist dann Navik und nur noch 78 km entfernt.
Bis zum Nordkapp sind es noch 820 km sagt die Dame im Navi.

Ab jetzt ist mein Datenvolumen aufgebraucht und die Daten werden im Millimetertakt geladen. Im Radio weint Annett Lousian „du fehlst mir sooo“. Oh ja sie hat so recht. 😉

Wir fahren am Ovre Dividal Nationalpark vorbei. Hier soll es doch tatsächlich Bären und Wölfe geben. Wir sehen unsere ersten Rentiere.

Der seit Tagen angekündigte Regen findet sich hier. Ob unser Schnute ein wenig sauber wird?
…noch 534 km zum nördlichsten Punkt Europas.

23:45 Uhr…Wir haben gerade Abendbrot gegessen. Es ist taghell, nur etwas trübe wegen dem Regen.
Nachdem wir den letzten Rastplatz wegen „nörgelnder Netti“ wieder verlassen haben, mussten wir ewig weit bis hierher fahren.
Um die 100 km.
Dafür sind wir dem Kap im hohen Norden so nah gekommen, das wir es morgen erreichen werden.
…nur noch 411 km 🙂

Wir habens geschafft. Schreiben konnte ich erstmal nichts. Musste die Eindrücke sacken lassen.
Mittlerweile sind wir auf dem Rückweg. Es ist Dienstag Abend. Wir stehen an der Grönligrotte. Morgen wollen wir sie mit einem Guide besichtigen.

Aber von Anfang an.
Es ist Samstag gegen 18 Uhr, als wir am Nordkapp eintreffen. Ob wir wirklich dort sind, können wir nicht sehen. Es herrscht dichter Nebel. Aber wir denken, das wir da sind, wozu sonst erheben die Norweger plötzlich horrende Summen zum Parken und pro Nase?
Wir schleichen über den …? Parkplatz? Vor uns im Nebel tauchen Wohnmobile und PKW’s nebst Wohnwagen auf. Eine Lücke zwischen ihnen findet sich auch für unseren Schnute. Dicke Jacken gehören hier zur Standardausstattung. Auch Maggie zieht ihre Winterjacke an. Nu aber los, schließlich sind wir rund 4100 km gefahren um das 307 m aus dem Polarmeer heraus ragende Schieferplateau zu sehen. Es liegt auf 71° 10′ 21″ nördlicher Breite.
Aber auch zu Fuß ist nicht mehr, als die Hand vor Augen oder Maggie an der Leine zu sehen. Gut das sie ihre rote Jacke angezogen hat.

Als wir mit der Nase an ein Gebäude, die Nordkapp Hallen stoßen, wissen wir, hier sind wir richtig.
Maggie darf nicht rein. Wahrscheinlich haben sie was gegen rote Jacken. 🙂
Also versuchen wir den Weg drumherum.
Den großen Globus, das Wahrzeichen dieses Felsen, können wir dann doch recht gut finden. Schnell Fotos…. 😉

Wir besuchen dann noch die Nordkapphallen und das Sourvenirgeschäftl. Und stellen fest über die Hälfte des Weges zum Nordpol haben wir auch geschafft….

Am nächsten Morgen lassen sich gute Fotos machen. Es hat etwas aufgeklart.

Wir beschließen am Nachmittag den rauen Norden zu verlassen. Nicht ohne euch noch ein paar Fotos von der Anreise im Nebel zu präsentieren…

Der Nordkapptunnelen….knapp 7km lang.

Schiefer, Schiefer….

Rentiere, Rentiere….

Nebel, Nebel….

Insgesamt soll es hier mehr Rentiere, als Menschen geben. 

Bevor wir den hohen Norden verlassen, statten wir der Kirkeporten (Kirchentür) einen Besuch ab.

Die Reise in den Süden verläuft wie die Hintour. Wir machen weniger Fotos. Sehen Rentiere … richtig viele. Treffen wieder auf zwei Elche. Diesmal nicht auf der Straße stehend. Sehen eine Eule, die dicht vor uns über die Straße fliegt. Wahrscheinlich war es eine Sumpfohreule.

Überqueren den Polarkreis.

Unsere erste längere Rast ist dann nördlich von Mo i Rana. Hier befindet eine von 2 begehbaren Höhlen dieser Gegend, die Grönligrotte und diese ist sogar beleuchtet. Erforscht sind 4 km. Wir gehen mit unserer Norwegerin, die diese Tour führt, eine dreiviertel Stunde unter Tage.

Nach weiteren Kilomtern gen Süden erreichen wir einen netten Übernachtungsplatz an einer Klosterruine mitten im Wald.
Langsam entwickeln wir ein Gespür für schöne Übernachtungsplätze abseits der Straßen.

Heute am Donnerstag machen wir unseren ersten Faulitag. Es sind 19 Grad und die Sonne scheint. Perfekt um mal nicht zu fahren. Und ich schaff mal ein paar Sätze in unserem Blog.
Wir sind gestern auf dem Campingplatz in Molde angekommen. Und parkten hinter einem Kollegen von Rico und dessen Frau. Eher hinter dem Wohnmobil der Beiden. Es war ein netter Abend. An dieser Stelle nochmals Dank. 😉

Hier kann man Flugzeuge nah sehn, denn der Campingplatz liegt in der Einflugschneise des Flugplatzes Molde.

Morgen gehts weiter in die Berge. Eine schöne Wanderung mit Höhlenerforschung erwartet uns. Diesmal ists die Trollkirke. Eine Höhle von 70 m Länge und 7 m Höhe, mit Wasserfall und allem.

….weiter gehts in Woche drei.

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